Ratgeber für Künstlerbedarf
Ist das Firnissen von Gemälden notwendig?
Es geht nicht nur um Bilder auf Leinwand, sondern um all deine Kunstwerke, bei denen du Acryl- oder Ölfarben verwendet hast. Wir wissen, dass dies ein anspruchsvoller Prozess ist, besonders bei Ölmalerei auf Leinwand, die vor dem Auftragen eines Firnisses mindestens 6 Monate trocknen muss...
Hier sind jedoch drei Gründe, warum du diesen letzten Schritt beim Malen nicht auslassen solltest:
Farbintensität
Wenn du schon einmal die Gelegenheit hattest, den Entstehungsprozess eines Bildes zu verfolgen, dann weißt du, dass Firnis den Farben einen "Nasseffekt" verleiht und so ihre Intensität steigert. Gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen den Farbtönen hervorgehoben, was dem Bild eine besondere Tiefe verleiht, da die Nuancen zwischen den Farbschichten deutlicher zur Geltung kommen.
Einheitliches Erscheinungsbild
Während des Malens verdünnen wir die Farbe mit unterschiedlich viel Wasser oder Terpentin. Je nachdem, wie stark sie verdünnt wurde, variiert ihr Glanz nach dem Trocknen... Deshalb kommt es oft vor, dass nicht alle Teile eines Bildes gleichmäßig glänzen, sondern manche Stellen sogar völlig matt wirken. Ein Firnis gleicht den Glanzgrad aus. Oder er verleiht dem gesamten Bild ein einheitlich mattes Finish, wenn du dich für einen matten Firnis entscheidest.
Schutz des Gemäldes
Firnis bildet eine undurchlässige Schicht, die verhindert, dass sich Staub und andere Partikel aus der Luft auf den Farbschichten absetzen. Zudem reduzieren UV-beständige Firnisse das Risiko, dass die Farben im Laufe der Zeit verblassen. Und selbst wenn ein Gemälde nach Jahrzehnten vergilbt, ermöglicht eine Firnisschicht einem Restaurator, den alten Firnis zu entfernen und einen neuen aufzutragen, wodurch das ursprüngliche Aussehen des Bildes wiederhergestellt werden kann.