Ratgeber für Künstlerbedarf
Wissen Sie wirklich alles über Polymer Clay?
Wissen Sie wirklich alles über Polymer Clay?
Modellieren mit Polymer Clay ist heute beliebter denn je. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Materialien immer zugänglicher und einfacher zu verarbeiten sind, Das Material ist so vielseitig, dass sowohl Profis als auch Einsteiger ihre Ideen mühelos umsetzen können.
Was ist Polymer Clay und wofür wird er verwendet?
Besonders beliebt sind derzeit Schmuckstücke, die täuschend echte Miniatur-Objekte darstellen., sowie der sogenannte Polymer Clay.
Sicherlich haben Sie schon Ohrringe gesehen, die wie ein Miniatur-Hamburger aussehen, jemanden mit einer unglaublich realistischen Erdbeerkette getroffen oder waren von einem Schlüsselanhänger so beeindruckt, dass Sie sich gefragt haben, warum jemand einen echten Muffin in der Tasche trägt. Das Material ist preiswert, lässt sich leicht verarbeiten und bietet unzählige Möglichkeiten für jedes Level.
Polymer Clay ist ein Produkt auf Basis von Polyvinylchlorid, uns besser bekannt als PVC (wahrscheinlich denken Sie beim Hören zuerst an Fenster). Es handelt sich um eine Masse, die mit der Zeit aushärtet. Um die gegebene Form beizubehalten, muss sie lediglich für eine bestimmte Zeit hohen Temperaturen (z. B. im Backofen) ausgesetzt werden.
Man könnte sagen, ein bekannter Verwandter ist Knete, aber die Eigenschaften von Polymer Clay sind viel besser für die Schaffung dauerhafter Kunstwerke geeignet, während er sich genauso leicht formen lässt. Dieses Material mit feiner Textur ist in vielen Farbtönen erhältlich, was ein weiterer Grund für seine Beliebtheit bei Künstlern ist. Zudem ist die Masse ungiftig und für die Arbeit mit Kindern unbedenklich.
FIMO, Sculpey oder Cernit – wo liegt der Unterschied?
Polymer Clay hat neben diesem Namen viele weitere Bezeichnungen und Übersetzungen, was bei Gesprächen darüber etwas verwirrend sein kann. Er wird oft auch als Modelliermasse bezeichnet, und der Name FIMO ist ebenfalls sehr verbreitet. Auf anderen Märkten gibt es unterschiedliche Namen; im englischsprachigen Raum wird er beispielsweise Sculpey genannt.
Diese Verwirrung lässt sich jedoch leicht erklären – Sculpey und FIMO sind eigentlich Markennamen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Name eines Herstellers, dessen Produkt beliebt ist, auch als Name für das Produkt selbst verwendet wird (ähnlich wie wir „Tempo“ statt „Papiertaschentuch“ sagen).
FIMO ist ein Produkt der bekannten Firma Staedtler. Der erste Polymer Clay der Welt hieß genau so, daher ist es kein Wunder, dass wir auch die Produkte anderer Firmen mit diesem Namen belegen.
Heute finden Sie FIMO in verschiedenen Varianten – für Profis, Hobbybastler und Anfänger. Alle teilen die gleiche Qualität und eine große Auswahl an Farben, was die Freude an der Arbeit noch weiter steigert.
Neben der Masse bietet Staedtler auch eine Vielzahl an Formen an, die das Modellieren erleichtern, und die Auswahl an Motiven wird jeden Kreativen begeistern. Das erwähnte Sculpey ist ebenfalls ein sehr bekanntes Produkt, daher wird auch dessen Name ähnlich wie FIMO als Synonym verwendet.
Weitere Marken sind Cernit, Premo und viele andere.
Wie wählt man die richtige Marke für Polymer Clay aus?
Wenn Sie sich fragen, nach welchen Kriterien man einen Hersteller auswählt: Es gibt hier kein allgemeingültiges Patentrezept. Wie so oft hat jeder seine Vor- und Nachteile. Cernit ist beispielsweise als die beste Wahl für diejenigen bekannt, die Puppen herstellen möchten; FIMO ist bei Schmuckherstellern am beliebtesten, während Premo von denjenigen gelobt wird, die besonders Wert auf Farbtreue legen.
Natürlich ist alles individuell und die Erfahrungen variieren. Daher ist es ratsam, mehrere Optionen auszuprobieren, bis Sie das finden, was Ihnen am besten liegt. Das Wichtigste ist, die Masse an einem vertrauenswürdigen Ort zu kaufen, wo Sie sicher sein können, dass das Produkt frisch ist und das Verfallsdatum nicht überschritten hat.
Wie backt man Polymer Clay richtig?
Bei Polymer Clay ist es äußerst wichtig zu wissen, dass die fertigen Stücke im Ofen gehärtet werden müssen. Das ist kinderleicht – ein handelsüblicher Backofen reicht völlig aus. Jeder Hersteller gibt genaue Anweisungen dazu, bei wie viel Grad und wie lange das Produkt im Ofen bleiben soll und ob dieser vorgeheizt werden muss.
Eines ist sicher – befolgen Sie diese Anweisungen, auch wenn Sie bereits viel Erfahrung haben. Profis empfehlen, die Backzeit eher zu verlängern als zu verkürzen, falls Sie sie überhaupt anpassen möchten. Es wird außerdem empfohlen, die Stücke im Ofen abzudecken, zum Beispiel mit Aluminiumschalen – legen Sie eine oben drauf und eine weitere darunter.