Maltechniken
Wie man mit Gouache eine satte Deckkraft erzielt: Ein praktischer Leitfaden für kreative Seelen
Was ist der Unterschied zwischen Gouache und Aquarell?
Hast du dich schon einmal gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen Gouache und Aquarell liegt? Damit bist du nicht allein! Viele Künstler sind sich unsicher, welches dieser beiden Medien sie wählen sollen. Oft wird Gouache als „deckendes Aquarell“ beschrieben. Wir erklären dir die Unterschiede und zeigen, wie du beide Medien gezielt für deine Projekte einsetzt.
Wie unterscheidet sich Gouache von Aquarell?
Gouache unterscheidet sich von Aquarell vor allem durch die Dichte und Deckkraft, die durch die Zugabe von weißem Pigment (oft auch als „Deckweiß“ oder „Zinkweiß“ bezeichnet) entsteht. Aquarell bleibt transparent und zart, während du Gouache kräftiger schichten kannst, um satte, deckende Effekte zu erzielen.
Stell dir vor, du sitzt an einem sonnigen Nachmittag an deinem Maltisch, die Pinsel liegen bereit. Wenn du zum Aquarell greifst, erwarte leichte, transparente Schichten. Gouache hingegen lädt dich dazu ein, eine dichtere, cremige Textur zu entdecken, die untere Schichten vollständig abdecken und ausdrucksstarke, lebendige Szenen erschaffen kann.
Wie passt man die Konsistenz von Gouache für verschiedene Effekte an?
Die Konsistenz von Gouache lässt sich ganz einfach durch die Zugabe von Wasser anpassen:
Wenig Wasser: glatter, transparenter, ähnlich wie Aquarell.
Kaum Wasser: dichterer, deckender Effekt.
Stell dir vor, du malst eine verträumte Landschaft. Beginne mit einer leichten Verdünnung der Gouache für zarte Hintergründe und reduziere nach und nach das Wasser, um satte Details, Texturen und Highlights zu setzen.
Tipp:Vorsicht bei zu viel Wasser – eine zu stark verdünnte Gouache verliert ihre Sättigung und Deckkraft und ähnelt dann eher einem sehr dünnen Aquarell.
Wann sollte man Gouache statt Aquarell wählen?
Gouache: deckend, ausdrucksstarke Abdeckung, Illustrationen, Details, Abstraktionen.
Aquarell: transparent, zarte Effekte, Landschaften, florale Motive.
Stell dir eine belebte Stadtszene mit scharfen Kontrasten vor – Gouache verleiht dir satte Farben. Bei einem nebligen Wald hingegen kommen die transparenten Schichten des Aquarells wunderschön zur Geltung.
Wie kann Gouache deine Kunst bereichern?

Gouache ist extrem vielseitig, da du sowohl deckend als auch lasierend arbeiten kannst. Da sie leicht zu korrigieren und sehr fehlerverzeihend ist, erlaubt dir Gouache, mutiger zu sein als mit Aquarellfarben.
So startest du dein erstes Gouache-Bild:
Skizziere vorsichtig ein einfaches Blumenmuster mit einem Bleistift.
Mische die Gouache mit etwas Wasser, um einen leichten Untergrund zu schaffen.
Sobald die Basis trocken ist, verwende dickere Gouache für die Blüten und Blätter, um dem Bild Textur und Ausdruckskraft zu verleihen.
Vorsicht vor diesem Fehler:Vermeide es, noch feuchte Gouache mit zu viel Wasser zu übermalen – die Farben können schnell verlaufen. Lass die vorherigen Schichten kurz antrocknen, bevor du weitere aufträgst.
Bereit, Neues zu entdecken?
Beide Techniken bieten dir spannende Möglichkeiten, um deine künstlerischen Ideen umzusetzen. Schnapp dir deine Farben und leg direkt los. Probier es einfach aus – Übung macht den Meister.
Viel Spaß beim Malen!
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